3.3 Verknüpfungen

Müssen Sie viele Bilder und Grafiken kontrollieren, bietet sich das Fenster »Verknüpfungen« an. Hier bekommen Sie einen schnellen Überblick über die im Dokument platzierten Objekte und deren Eigenschaften.

Verknüpfungen erneuern / aktualisieren

Zusätzliche Informationen einblenden

Standardmäßig werden im Verknüpfungsfenster (Fenster > Verknüpfungen) zu wenig Informationen angezeigt. Blenden Sie deshalb zusätzlich die Spalten »Farbraum«, »ppi effektiv« und »Format« ein.

Verknüpfungen erneuern / aktualisieren

Fehlende Verknüpfungen werden mit einem roten Kreis gekennzeichnet. Wurde ein platziertes Bild oder eine Grafik nachträglich bearbeitet und neu abgespeichert, warnt InDesign mit einem gelben Dreieck .

Fehlende oder geänderte Verknüpfungen sollten Sie nie »blind« aktualisieren oder ersetzen. Begutachten Sie zunächst die jeweilige Verknüpfung. Dazu klicken Sie erst auf die Verknüpfung im Verknüpfungsfenster und anschließend auf das »Gehe zur Verknüpfung«-Symbol . Nun springt InDesign zum entsprechenden Bildmotiv. Verknüpfen Sie die fehlende Verknüpfung erneut oder aktualisieren Sie veränderte Verknüpfungen .

Layoutbilder durch bearbeitete Bilder ersetzen

Ersetzen Sie die Layoutbilder durch die aufbereiteten Feindaten. Klicken Sie zunächst auf das jeweilige Layoutbild im Verknüpfungsfenster. Anschließend klicken Sie auf das »Gehe zur Verknüpfung«-Symbol und springen dann zum entsprechenden Bildmotiv. Danach ersetzen Sie das Layoutbild mit dem Symbol »Erneut verknüpfen« .


Layoutbilder im RGB-Modus


Bearbeitete Bilder im CMYK-Modus

Gibt es keinen externen Dienstleister, der sich um die Bildaufbereitung kümmert, müssen Sie die gelieferten RGB-Bilder in das richtige CMYK-Farbprofil konvertieren. Wie das geht, erfahren Sie weiter unten im Abschnitt »3.4 Farbprofile bei RGB-Bildern«.

Korrektes Dateiformat prüfen

Verwenden Sie für platzierte Inhalte bitte die folgenden Dateiformate:

Farb- und Graustufenbilder > TIF, PSD und JPEG (maximale Qualität)
Einfarbige Strichgrafiken > TIF, PSD und BMP
Vektorgrafiken > EPS oder AI
Werbeanzeigen > PDF

Platzierte PDF-Dokumente prüfen

Befinden sich in Ihrem Dokument PDF-Dateien aus fremder Quelle, prüfen Sie diese bitte auf ihre Drucktauglichkeit. Mehr Infos finden Sie im Kapitel »Druck-PDF«.

Auflösung prüfen

Die tatsächliche Auflösung des platzierten Bildes zeigt Ihnen InDesign im Verknüpfungsfenster in der Spalte »ppiDie Auflösung von digitalen Bildern wird mit »ppi (pixels per inch)« bezeichnet. Die Auflösung von Drucksystemen mit »dpi (dots per inch)« effektiv« .

Alternativ können Sie auch ein ausgewähltes Bild im Layout anklicken und die effektive Auflösung im Informationenfenster einsehen (Menü > Fenster > Informationen).

Welche Auflösung Ihre Bilder im Layout haben sollten, hängt vom verwendeten Druckraster, dem Betrachtungsabstand zum gedruckten Medium und dem Bildkontrast ab (bei unscharfen und kontrastarmen Motiven reicht häufig eine geringere Auflösung). Am besten erkundigen Sie sich bei der ausführenden Druckerei nach der empfohlenen Auflösung.

Richtwerte

Für ein ordentliches Druckergebnis können Sie sich an den folgenden Richtwerten orientieren:

Flyer, Folder, Broschüren

Betrachtungsabstand: 30 cm
Auflösung: ca. 300 dpi (220 – 300 dpi ist häufig noch in Ordnung)

Poster, Plakate bis DIN A2

Betrachtungsabstand: 1 m
Auflösung: ca. 100 – 150 dpi

Plakate DIN A1, A0

Betrachungsabstand: 2 m und mehr
Auflösung: ca. 50 dpi

Großflächenplakate

Betrachungsabstand: 5 m und mehr
Auflösung: ca. 20 dpi

Anmerkung: Diese Angaben beziehen sich auf ein Dokument im Maßstab 1:1. Bei Großflächen ist es teilweise üblich das Dokument im Maßstab 1:10 anzulegen. Hier muss Ihr Bildmaterial mit der zehnfachen Auflösung platziert werden.

Auflösung von Grafiken, Logos und Pixelschriften

Platzieren Sie Grafiken, Logos und Schriften möglichst nie als Pixelbild. Lässt es sich nicht vermeiden, achten Sie bitte darauf, dass die Auflösung mindestens 600 ppi beträgt.

Zu hohe Auflösung reduzieren (nur relevant bei hohem Qualitätsanspruch)

Die meisten PDF-Voreinstellungen von InDesign reduzieren Bilder mit mehr als 450 ppi auf 300 ppi. Bei diesem Vorgang verliert das Bildmotiv an Schärfe.

Deshalb verkleinern Sie Bildmotive mit zu hoher Auflösung besser in Photoshop. Dort gibt es das Interpolationsverfahren Reduzieren Sie die Auflösung eines Bildmotivs, müssen Pixel im Bildmotiv gelöscht werden. Erhöhen Sie die Auflösung eines Bildmotivs, müssen Pixel hinzugefügt werden. Das Interpolationsverfahren bestimmt, wie Pixel gelöscht bzw. hinzugefügt werden. »Bikubisch schärfer«. Reduzieren Sie die Auflösung eines Bildmotives mit dieser Einstellung, schärft Photoshop das Bildmaterial automatisch nach. Bei extremen Verkleinerungen können Sie das Bildmotiv zusätzlich mit dem Filter »Unscharf maskieren« nachschärfen. Diesen Filter finden Sie unter »Menü > Filter > Scharfzeichnungsfilter > Unscharf maskieren«.

Ab welcher Auflösung Sie Bilder manuell verkleinern und nachschärfen müssen, ist eine Frage des Qualitätsanspruchs. Bei Projekten mit durchschnittlichem Anspruch verkleinere ich Bildmotive erst manuell, wenn die Auflösung 170 % über der gewünschten Bildauflösung liegt (bei einer Zielauflösung von 300 ppi also nur Bildmotive über 510 ppi).

Und so reduzieren Sie die Auflösung manuell mit InDesign und Photoshop:

  1. Klicken Sie auf das entsprechende Bildmotiv im Verknüpfungsfenster von InDesign. Anschließend springen Sie mit dem »Gehe zur Verknüpfung«-Symbol zum entsprechenden Bildmotiv.
  2. Notieren bzw. kopieren Sie die Bildbreite. Achten Sie darauf, dass Sie sich die tatsächliche Bildbreite notieren (Bildauswahl mit weißem Pfeil) und nicht die Breite des äußeren Bildrahmens.
  3. Öffnen Sie das Bildmotiv in Photoshop und speichern Sie es mit einem angehängten Kürzel für die neue Bildbreite erneut ab (z. B. »Bildname_105-mm.tif«).
  4. Unter »Menü > Bild > Bildgröße« fixieren Sie das Seitenverhältnis und setzen einen Haken bei »Neu berechnen« (in früheren Versionen Haken bei »Proportionen beibehalten« sowie »Interpolationsverfahren«). Neben »Neu berechnen« wählen Sie »Bikubisch schärfer«. Anschließend fügen Sie die Bildbreite aus InDesign ein. Ändern Sie die Auflösung auf den gewünschten Wert (meist 300 Pixel/Zoll). Bestätigen Sie mit »OK« und speichern Sie das Bild ab.
  5. Zurück im InDesign ersetzen Sie im Verknüpfungsfenster das hochaufgelöste Bildmotiv mit dem reduzierten Bildmotiv.

Bilder auf Verzerrung prüfen

Werden Bilder vergrößert oder verkleinert, kann es gelegentlich passieren, dass diese dabei verzerrt werden. Klicken Sie mit dem weißen Pfeil (Direktauswahlwerkzeug) in das Bildmotiv und schauen Sie im Transformieren-Fenster, ob die Werte für X-Skalierung und Y-Skalierung gleich sind.

Bildhintergrund bei Freistellern prüfen

Achten Sie bei freigestellten Bildern darauf, dass der Hintergrund vollständig transparent ist. Besonders die Außenkanten des Motivs werden gerne vergessen und hinterlassen im Layout einen unschönen »Rahmen«.