3.2 Schriften

Fehlen im Dokument Schriften oder sind sie zu klein und zu hell, führt das zu Darstellungsfehlern und Problemen im Druck.

Fehlende Schriften aktivieren

Ist eine Schrift nicht aktiviert, werden Textelemente fehlerhaft dargestellt. Öffnen Sie deshalb zunächst das Dialogfeld »Schriftart suchen« (Menü > Schrift > Schriftart suchen) und sehen Sie nach, ob eine Schrift fehlt. Fehlende Schriften werden mit einem gelben Warndreieck gekennzeichnet.

Aktivieren Sie die fehlenden Schriften in Ihrem System. Im Optimalfall tun Sie dies mit einer Software zur Schriftenverwaltung. Alternativ kopieren Sie die entsprechende Schrift in den Schriftenordner Ihres Betriebssystems.

Falsche Schriften ersetzen

Befinden sich in diesem Dialogfeld Schriften, die in Ihrem Layout nicht vorgesehen sind, ist das nicht ungewöhnlich. Häufig kommt es vor, dass in einem Umbruchzeichen oder vermeintlich leeren Textrahmen versehentlich eine andere Schrift verwendet wurde.

Beim späteren PDF-Export werden diese Schriften ebenfalls in das PDF eingebettet. Auch wenn Sie das InDesign Dokument für Dritte »verpacken«, legt InDesign diese Schriften im »Fonts«-Ordner ab. Das ist nicht weiter tragisch, kann aber zu Missverständnissen führen.

Ersetzen Sie deshalb Schriften, die in Ihrem Dokument nichts verloren haben, wie folgt:

  1. Klicken Sie auf die fehlende Schrift im Fenster »Schriftart suchen«.
  2. Wählen Sie unter »Schriftfamilie« und »Schriftschnitt« eine Ersatzschrift aus.
  3. Anschließend klicken Sie auf »Suche starten«. Prüfen Sie zunächst, wo die falsche Schrift angewandt wurde und ob sich durch das Ersetzen der falschen Schrift Ihr Layout verändern könnte.
  4. Jetzt klicken Sie auf »Ändern«.
  5. Wiederholen Sie die Schritte 3 und 4 bis die Schrift aus dem Dialogfeld verschwunden ist.

Schriftgrößen nicht kleiner als 5 pt

Setzen Sie Ihre Schriften nicht kleiner als 5 pt. Wie klein Sie die verwendete Schrift tatsächlich drucken können, hängt unter anderem von den folgenden Faktoren ab:

Schriftart und Schriftschnitt

Schriftarten mit einheitlicher Strichstärke (z. B. Helvetica) eignen sich für kleine Schriftgrößen besser als Schriften mit einem großen Strichstärkenkontrast (z. B. Bodoni). Feine Schriftschnitte wie »light« oder »extra light« können abhängig vom verwendeten Farbwert und Druckraster fransig wirken.

x-Höhe / Mittellänge

Schriften mit einer großen x-Höhe (Höhe der Kleinbuchstaben) sind in kleinen Schriftgraden besser lesbar und werden insbesondere für allgemeine Geschäftsbedingungen gerne verwendet.

Druckraster

Wie gut eine kleine Schrift lesbar ist, hängt auch maßgeblich vom verwendeten Druckraster ab. Im Offsetdruck mit 80er Raster sind kleinere Schriftgrößen möglich als im Zeitungsdruck mit 50er Raster. Fragen Sie im Zweifelsfall bei der ausführenden Druckerei nach.

Tonwert

Besonders bei kleinen Schriften mit Tonwerten unter 100 % kann es gedruckt zum sogenannten Sägezahneffekt kommen. Die Schrift hat keine saubere Kontur und wirkt fransig. Achten Sie deshalb darauf, dass zumindest ein dunkler Farbauszug (Cyan, Magenta oder Schwarz) mit 100 % gedruckt wird.

Vorsicht bei hellen Schriften

Wie im vorherigen Abschnitt bereits erwähnt, können Schriften mit Tonwerten kleiner als 100 % im gedruckten Zustand fransig aussehen. Wie Sie dennoch ein gutes Druckergebnis erzielen erfahren Sie im Abschnitt »3.9 Linien«. Dort werden zwar feine/helle Linien behandelt, die Vorgehensweise für helle Schriften ist jedoch dieselbe.