Konzept, Anwendung und wichtige Hinweise

Dieser Leitfaden ist eine Mischung aus Checkliste und Buch. Deshalb können Sie ihn flexibel einsetzen.

Projektbegleitend als Checkliste zur Qualitätssicherung

Gerade bei der Reinzeichnung – dem letzten Arbeitsschritt vor dem Druck – kann es schon mal hektisch werden. Damit Sie hier im Eifer des Gefechts nichts vergessen, können Sie diesen Leitfaden wie eine Checkliste verwenden:

Erstellen Sie auf der Übersichtsseite einen neuen Leitfaden. Alle gesetzten Checkboxen und hinzugefügten Notizen innerhalb des erstellen Leitfadens werden gespeichert. Sollten Sie an mehreren Projekten parallel arbeiten, können Sie auch mehrere Leitfäden erstellen.

Gehen Sie nun Schritt für Schritt alle Kapitel des Leitfadens durch und setzen Sie bei erledigten Abschnitten einen Haken. Falls Sie das Kapitel »1 Grundeinstellungen« bereits durchgearbeitet haben, können Sie direkt mit dem Kapitel »2 Projektvorbereitung« beginnen.

Zum Lernen und Nachschlagen (MIT ÜBUNGSDATEI)

Sie können Reinzeichnung.online auch wie ein klassisches Buch/Nachschlagewerk verwenden. In der oberen Leiste befindet sich ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis sowie eine Suchfunktion. Damit können Sie gezielt zu Kapiteln und Abschnitten springen.

Für das Kapitel »3 Technische Grundlagen« steht Ihnen eine Übungsdatei zur Verfügung. Diese beinhaltet typische Fehler, die Sie mit der Checkliste aus Kapitel »3 Technische Grundlagen« korrigieren müssen: 

  • Das Übungsdokument können Sie in meinem Shop erwerben:
    Zum Übungsdokument
  • Öffnen Sie das Dokument »Uebungsdokument-Technische-Grundlagen-170815.indd« im Ordner »1-Uebungsdokument« und kontrollieren Sie das Dokument mit den Checklisten aus Kapitel »3 Technische Grundlagen« (nachdem Sie InDesign, Photoshop und Acrobat wie im Kapitel »1 Grundeinstellungen«­ konfiguriert haben).
  • Wenn Sie fertig sind, vergleichen Sie anhand der Dokumente im Ordner »2-Aufloesung«, ob Sie alle Fehler gefunden haben. Hier finden Sie ein PDF mit markierten Fehlern, ein reingezeichnetes/korrigiertes InDesign-Dokument, sowie ein finales Druck-PDF.

Einsatzbereich des Leitfadens

In diesem Leitfaden wird hauptsächlich die Reinzeichnung von Printmedien wie Büchern, Broschüren, Flyern, Mappen, Visitenkarten und Briefbögen im Programm InDesign behandelt. Ziel sind sauber angelegte InDesign-Dokumente, druckfähige PDFs und ein ordentliches Druckergebnis. Zum Einsatz kommen dabei ebenfalls die Programme Photoshop, Illustrator und Acrobat.

Die Anleitungen und Programmkonfigurationen in diesem Leitfaden wurden vorrangig auf den Offsetdruck in Deutschland, Österreich und der Schweiz abgestimmt. Sie können die Anleitungen auch für andere Druckverfahren (z. B. Digitaldruck) verwenden, müssen aber aufgrund der sehr unterschiedlichen Drucksysteme, Bedruckstoffe und Qualitätsstandards mit abweichenden Ergebnissen zum Offsetdruck rechnen. Hier empfiehlt sich im Vorfeld ein Probedruck.

Wichtiger Hinweis zur Farbverbindlichkeit

Wenn Sie mit den korrekten Farbprofilen (siehe Kapitel »1 Grundeinstellungen« und »2 Projektvorbereitung«) arbeiten, kann die Druckerei Ihre Bilddaten problemlos verarbeiten. Die Farbdarstellung an Ihrem Monitor stimmt jedoch nur mit dem späteren Druckergebnis überein, wenn Sie Ihren Monitor regelmäßig profilieren und/oder kalibrieren. Dazu benötigen Sie ein Farbmessgerät und Know-how im Bereich Farbmanagement. Falls Sie sich näher mit diesem Thema beschäftigen möchten, empfehle ich Ihnen den Ratgeber »PDF/X und Colormanagement« von der Firma Cleverprinting.

Bei Projekten mit sehr hohem Anspruch an eine verbindliche und einheitliche Farbdarstellung sollten Sie sich zusätzlich an einen Colormanagement-Experten wenden.

Wann Sie besser einen Experten einbeziehen

In einigen Bereichen können die Anforderungen an eine Reinzeichnung durchaus sehr komplex sein. All diese Fälle in diesem Leitfaden zu berücksichtigen, würde den Umfang bei weitem sprengen. Ein paar Beispiele, bei denen fundiertes Expertenwissen unverzichtbar ist:

  • Hochwertige Bildbände (Druck auf Fine Art Papier, Verwendung hochpigmentierter Farben etc.)
  • Verpackungen (Flexodruck, Einsatz von Effektfarben und Lacken, aufwändige Weiterverarbeitung etc.)
  • Corporate Design / Markenentwicklung (Reinzeichnung von Logos, einheitliche Wiedergabe von Markenfarben in allen Medien etc.)
  • Werbemittel (Verwendung von Produktionsverfahren wie Sticken, Ätzen, Sandstrahlen, Gravieren etc.)

Lassen Sie sich im Zweifelsfall durch erfahrene Reinzeichner, Produktioner oder direkt von der ausführenden Druckerei beraten.